Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen (FGr WP)

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen (FGr WP, Personalstärke -/3/9/12) kommt bei Überflutungen und Überschwemmungen zum Einsatz.

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen (FGr WP) führt zur Behebung und Eindämmung von Gefahren bei Überflutungen und Überschwemmungen größeren Ausmaßes Pump- und Lenzarbeiten durch, beseitigt Schmutz-/Abwasser aus Schadengebieten und bekämpft schädigend eindringendes Wasser (z.B. in Kellern, Kanalisation, Schutzräumen, Brunnen, Verkehrs-, anderen Anlagen öffentlichen Interesses usw.).
Sie unterstützt Einsatzeinheiten bzw. die Betreiber bei der Bekämpfung von Gefahren durch schadhafte Wasserver- und Entsorgungssysteme und führt notwendige Sicherungs- und Absperrmaßnahmen an Wasser- und Abwasserleitungen durch.
Ferner arbeitet sie bei der Deich- und Dammsicherung mit und unterstützt andere Hilfskräfte.
Im THW-Auslandseinsatz übernimmt sie Aufgaben aus ihrem gesamten Leistungsspektrum.

 

Die Aufgaben der Fachgruppe Wasserschaden / Pumpen im einzelnen:

Die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen
- pumpt, fördert und leitet Schmutz-, Abwasser, sowie Brauchwasser für vielfältige Zwecke unter Einsatz von Kreisel- und Tauchpumpen mit hoher Förderleistung,
- setzt Vorfluter und Abwasserleitungen zur behelfsmäßigen Abwasserbeseitigung instand
- sichert Schadenstellen in der Kanalisation ab
- bekämpft eindringendes Wasser durch Abpumpen oder Absperren
- wirkt bei der Abwasserbeseitigung sowie beim behelfsmäßigen Betrieb von Abwasseranlagen mit
- richtet Wasserförderstrecken ein und betreibt diese
- pumpt überflutete Verkehrs- und Versorgungsanlagen, Keller, Schutzräume und sonstige Einrichtungen öffentlichen Interesses aus
- führt Schnellentwässerungen bei Überschwemmungen und Überflutungen durch
- pumpt leckgeschlagene Wasserfahrzeuge und Trinkwassergewinnungsanlagen aus
- unterstützt die Feuerwehr bei der Löschwasserförderung und führt ggf. Lösch-Abwasser durch Abpumpen der weiteren Entsorgung zu.
- wirkt bei der Zwischenlagerung von verunreinigtem Wasser mit.
Im Auslandseinsatz können alle vorgenannten Aufgaben übernommen werden.

Einsatztaktik


Wenn es gilt, Abwasser, Schmutzwasser bzw. Brauchwasser unter verschiedensten Umständen in großen Mengen zu fördern und zu leiten, ist die FGr WP dafür gerüstet. Mit einer Pumpleistung von etwa 15 /min (bzw. mit Sonderausstattung 25 /min) ist sie das leistungsstärkste Instrument des THW zur Bekämpfung von Überflutungen und Überschwemmungen. Sie kann u.a. auch Wasserförderstrecken einrichten und betreiben (auch mittels Puffer- od. Tandem-Pumpbetrieb).
Bei der Bekämpfung oder Beseitigung von Wasserschäden in Abwasseranlagen führt die FGr WP in Zusammenarbeit mit dem Betreiber fachlich qualifizierte Arbeiten aus.
Ferner wirkt sie beim Bau von Anlagen bzw. Systemen zur Abwasserentsorgung für Notunterkünfte und Flüchtlingslager mit.
Besonders beim Einsatz der vollen Pumpkapazität erhält sie Stromversorgung von der Bergungsgruppe 2 (Anh. NEA50LiMa od. Anh SEA 30...50 kVA), der FGr E und ggf. anderen Einheiten. Der Großteil von manuellem Werkzeug und personeller Verstärkung wird aus den Bergungsgruppen bereitgestellt.
Bei Auslandseinsätzen des THW kümmert sich die FGr WP u.a. um den Bau von Anlagen bzw. Systemen zur Wasser-/Abwasserentsorgung, Brauchwasserförderung und wirkt beim Bau und Betrieb von Förderstrecken mit.

Geräteausstattung


Die Geräteausstattung der FGr WP umfasst unterschiedliche Pumpentypen, d.h. Tauchpumpen (TPu) in Leistungsklassen von 1.000 bis 3.000 l/min., mit Korndurchlässen bis zu 100 mm, die geeignet sind, Schmutzwasser, Abwasser und Schlamm zu fördern.
Die höchste Leistung erbringt eine Schmutzwasser-Kreiselpumpe (SwPu) mit einer Förderleistung von 5.000 l/min. Zusammengenommen kann die FGr WP mit ihrer Ausstattung ca. 15 pro Minute fördern.
Einige FGr WP sind mit Schmutzwasser-Kreiselpumpen mit 15.000 l/min Leistung ausgestattet und können dann insgesamt ca. 25 /min bzw. 1.500 /h fördern.
Die dazugehörenden Saug- und Druckschläuche sowie Schnellkupplungs- (SK)-Rohre entsprechen F-Norm (M/V SK-Anschlüsse, NW 150). Die Schläuche für die Tauchpumpen entsprechen der Feuerwehr-Norm (Storz-Kupplung). Eine Adaptierung beider Systeme ist möglich.